Ein Beispiel: Die Behandlung von Nackenschmerzen
aus osteopathischer Sicht
Die Osteopathie
Anamnese und Prozess der Behandlung
Nehmen wir an, ein Patient habe wiederkehrende Schmerzen zwischen den Schulterblättern und im Nacken sowie ab und zu ein Klossgefühl im Hals. In der weiteren Befragung erfährt der Osteopath ausserdem , dass der Patient einen empfindlichen Magen hat und nach üppigen Mahlzeiten manchmal ein Sodbrennen verspürt, auch schlägt es im schnell auf den Magen wenn er aufgeregt ist.
In der Untersuchung durch Klopfen und Tasten des Magens stellt der Osteopath fest, dass der Magen an Spannung verloren hat und etwas abgesunken ist. Dies kann durch das Zwerchfell kompensiert werden, was sich in einer Haltungsänderung ausdrückt. Der Patient hebt seinen Brustkorb und somit sein Magen. Diese Haltungsänderung verhilft dem Magen zu einer normalen Funktion. Wenn diese Kompensation mit der Zeit nicht mehr ausreicht, kann es dazu kommen, dass der Magen an der Speiseröhre zieht.
Dieser Zug überträgt sich in der Folge auf die Halswirbelsäule, was wiederum die Spannung der Nackenmuskulatur erhöht, die dagegen arbeiten muss. Dies führt zwangsläufig zu einer Überbelastung des Nackens, ohne dass dieser das ursächliche Problem ist. Durch die osteopathische Behandlung , in diesem Fall durch Stimulation der zuführenden Nerven des Magens und der Verbesserung der Beweglichkeit der umliegenden Organe, kann oft in wenigen Konsultationen einen Verbesserung der Spannungsverhältnisse im Bauch erreicht werden. Die Kompensation über die Haltung ist somit nicht mehr nötig und die Nackenregion kann sich erholen.